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Kickboxen / K1

Geschichte

Kickboxen ist eine ziemlich junge Kampfsportart. Was die Ursprünge des Kickboxens angeht, es lassen sich zwei Quellen bzw. Strömungen erkennen.

  1. Die amerikanische Mischung zwischen Handtechniken aus dem Boxen und Karate/Taekwondo Tritten. Die meisten Kickboxenschulen in Deutschland gehören dieser Strömung an. Was sich durch das benutzte Regelwerk erkennen lässt: Semikontakt, Vollkontakt, aber ohne Lowkicks und ohne Kniestöß.
  2. Die zweite Strömung ist  japanischer Ursprungs, mit deutlichen Einflüssen des Thaiboxens. Der Vater des japanischen Kickboxens ist der legendäre Kenji Kurosaki, ein berühmter Meister des früheren Kyokushinkai Karate. Im Jahre 1972 gründete Kurosaki in Tokio ein eigenes Dojo, das berühmte Megiro-Gym, wo er seine eigene Variante des Kickboxen unterrichtete: erlaubt sind u.a. Lowkicks, Knie- und Ellenbogen-Schläge. Die Ausführungen der Tritte unterscheiden sich von denen im “amerikanischen” Kickboxen deutlich (diese sind stark durch Taekwondo und Semikontakt Karate beeinflusst). Zu den bekanntesten Schülern Kurosaki`s zählt u.a. Toshio Fujiwara, der zu seiner Zeit fast unbesiegbar war (nicht nur in Japan, sondern auch in Thailand).

Kurz danach entstand auch in Europa (Amsterdam, Holland) ein zweites Megyro-Gym, gegründet durch einen weiteren Adepten des früheren Kyokushinkai Karate Jan Plas. Die Entstehung des Gyms war ein Meilenstein in der Entwicklung des Kampfsports in Holland (Niederländische Kämpfer zählen Heute zu den besten der Welt). Aus dem Megiro-Gym stammen solche berühmte Kämpfer wie Rob Kamman, Peter Aerts und Remmy Bonjasky. Was interessant ist, bis Heute wird in Megiro die japanische Trainings-Etikette verwendet. Bei dem z.B. vor und nach dem Training meditiert wird, man verbeugt sich vor dem Trainer und bringt Ihm Respekt und Achtung entgegen, der Trainer wird Sensei genannt.

Genau dieser Tradition schließen sich auch die Samurais Nürnberg an. Strikt wie unsere Vorgänger, denn auch wir stammen aus dem Vollkontakt Karate Lager ab und genau wie die legen wir Wert auf gute technisch-physisch-mentale Vorbereitung der Kämpfer.

Technik

Im Kickboxen interessieren uns vor allem die K1-Regeln als die “Zukunftsregeln” d.h. Faust und Beintechniken + Lowkicks + Kniestöße. Selbstverständlich sind auch andere Kickboxer bei uns herzlich willkommen. In technischem Bereich legen wir besonderen Wert auf gute Beinarbeit (Distanzgefühl, Ausweichen, Taktik), ausgereifte Schlagtechnik (Hände und Beine) und gute boxerische Basis. Unseren Sportlern bieten wir auch Boxtraining an, um eventuelle Defizite in der “Handarbeit” auszugleichen (es betrifft vor allem Sportler, die aus anderen Kickboxschulen der Region zu uns wechseln). In Kämpfen mit Lowkicks und Kniestößen zählen wir zu den wenigen in der Region, die auf Wettkampfniveau Erfahrung bieten können.

Trainer

Der verantwortliche Trainer im Kickboxen ist Sempai Adrian, 2 Dan Sei-Budokai, der selber über große Erfahrung in Kickboxkämpfen verfügt. Selbstverständlich sind auch andere Trainer unserer Kampfkunstschule ebenfalls kompetente und versierte Kickboxtrainer/-Kämpfer.

Interessantes

Die Entstehung der K1 Organisation und die immer größere Popularität des K-1 Kickboxens lässt viele junge Menschen hoffen, dass auch für Sie eine Möglichkeit der internationalen Kariere besteht. Realistisch gesehen, die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Profikarriere im Kampfsport, ist eher sehr gering. Trotzdem, die  bestehende gute Kontakte zu hanshi Dave Jonkers,(Semmy Schilts Trainer), Shihan Leonardo Voinescu (Präsident der BIKO) und Shihan Semmy Schilt (3-facher K-1 Weltmeister) und dadurch zu dem “Golden Glory”-Team,  geben unseren Kämpfern die Möglichkeit die neuesten Trends aus dem besten Profi-Stall der Welt zu erfahren und von diesem zu lernen (Workshops etc.).Das Training bringt auch Ergebnisse: unser Kämpfer Viktor Fedosov belegte bei der ISKA Europa Meisterschaft in Rom 2009 in der Kategorie -71kg / „K1-Oriental Rules“ den Ehrwürdigen  zweiten Platz!

Ethik und soziale Verantwortung

In der öffentlichen Meinung wird Kampfsport oft als ein Hobby der Schlägertypen und Hooligans gesehen. Man denkt, das Kampfsporttraining ein Schauplatz für Szenen wie aus den dümmsten Filmproduktionen ist. Eine Stätte zur Kultivierung der niedrigsten, animalischen Instinkte. An dieser Stelle möchten wir dieser weit verbreiteten Meinung laut widersprechen.

Kampfsporttraining ist nicht nur als System der körperlichen Ertüchtigung gut, durch Kampfsport wird man Leistungsfähiger und Verantwortungsbewusster. Der positive Stress der mit dem Training und Wettkampf verbunden ist, lässt junge Menschen (und auch ältere) emotional schneller reifen. Der richtige Umgang mit eigenen und fremden (Gegner, Trainingspartner) Emotionen bewirkt, dass man im Allgemeinen ruhiger und gelassener wird. Gegenseitiger Respekt und Achtung werden hier großgeschrieben und auch strikt gelebt. Wir sind davon überzeugt, dass körperlich gesunde und mental starke Menschen mehr bewerkstelligen können, sind belastbarer, robuster und dadurch förderlicher für die Gesellschaft. Überzeugt Euch selbst!